Die erste Staffel des epischen Minecraft Projekts "Be a Part of It".
Episode 41: Kalifornsicher Sommersaft
Wir starten die neue Aufnahme mit einem emotionalen Run auf unser verlorenes Hab und Gut, welches sich nach unserem plötzlichen Ableben irgendwo in den Tiefen der Zuckerhuthölle über den Gesteinsboden verteilt hat. Von meinen überschwänglichen Gefühlen angestachelt, laufe ich so schnell mich meine Beine tragen und nicht nur im Spiel, auch im realen Leben startet ein brenzliger Hürdenlauf. Überall diese wandelnden Gebeine in Minecraft und in der Fußgängerzone, in welcher ich spiele, muss ausgerechnet heute die Hölle los sein -- hat denn schon der Weihnachtsverkauf begonnen? So drängeln wir uns durch die Monstermassen und stoßen parallel die störenden Passanten beiseite, bis wir endlich auf unsere Habseligkeiten stoßen. Mit schlackernden Knien hiefen wir uns aus der Höhle und zählen sämtliche Neuerungen in unserem „Let´s Play Minecraft" auf: - Wir spielen jetzt die Version 1.4.2; - wie nutzen das aktualisierte Texturenpack von Misa; - und können nun fortan auch auf meinem Smartphone spielen (daher spiele ich Minecraft heute zur Abwechslung auch mal in der Frankfurter Fußgängerzone). Unter den Glockenschlägen, die aus der nahen Kirche drängen, scheren wir ein paar Schafe und blicken dabei durch die Schaufenster der Innenstadt. Langsam trocknet uns bei der ausgediegenen Shoppingtour allerdings die Kehle aus und wir machen uns auf dem Weg zum nächsten „Fruits & More" (Anglizismen Ahoi)-Stand, um unsere Wange leicht anzufeuchten. Wir bestellen was Frisches, mit viele Vitaminen und kriegen flott einen saftigen kalifornischen Sommersaft zusammengemixt. Wir genießen den sommerlichen Trunk und begehen unser prächtiges Gut, ernten Weizen, backen Brot, und pflügen den Boden für unser zukünftiges Melonenfeld. Doch als Ästhet braucht auch dies so seine Zeit.
Episode 42: Rainer sonst keiner
Nachdem wir uns einen abscheulichen Snack aus der Fritteuse genehmigt haben, lösen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes von dem Saftladen und machen uns bescheiden ausgerüstet auf zu unserem ersten Abenteuer fernab unseres Zuckerhut-Domizils. Dabei ahnen wir jedoch noch nicht, was in den nächsten Episoden auf uns warten wird... Beim Aufbruch kommen uns bereits erste Zweifel an unserem Vorhaben, nachdem wir die Funktionalität der „neuen" Karten in Minecraft in Frage gestellt haben. Vom trüben Wasser durch das neue Texturenpaket entrüstet, zieht es uns dennoch weiter in die Ferne, als ich plötzlich im realen Leben von einem Obdachlosen angesprochen werde. Er stellt sich uns als „Rainer sonst keiner" vor und verzettelt uns direkt in ein paar Dialoge über Durst, Einsamkeit und seine harte Vergangenheit. Rainer scheint derweilen dem Alkohol nicht abgeneigt zu sein und würde am liebsten aus virtuellem Zuckerrohr ein 500L-Fass Schnaps brennen. Dabei hat der mittellose Alte nicht einmal eine Ahnung gehabt das virtueller Zuckerrohr, geschweige denn das Spiel Minecraft überhaupt existiert. Ob seine Unwissenheit wohl noch eine Nachwirkung eines Sturzes aus Zeiten seiner Malerlehre ist? Jedenfalls dünstet Rainer munter vor sich hin und scheint in Furcht zu versinken, als wir uns einem Sumpfbiomen nähern. Als es langsam Nacht wird, versuchen wir Rainer schnellstmöglich abzuschütteln und rennen dafür soweit uns unsere Beine tragen. Wären da mal nicht wieder diese verdammten Skelette...
Episode 43: Die Chroniken eines Säufers
Von der Dunkelheit der Nacht umschlungen, fliehen wir vor klapprigen Knochengerüsten und dem schnorrenden Rainer in ein finsteres Erdloch. Wir können zwar die Hand vor Augen nicht mehr sehen, doch Rainers Präsenz riechen wir über eine Distanz von mindestens 100 Metern. Wir verhandeln kurz mit Rainer, sodass er uns wenigstens die Nacht in Minecraft ruhig durchschlafen lässt und machen uns am folgenden Tag auf in Richtung eines riesigen Sumpfbioms. Bereits aus der Ferne erspähen wir einen giftgrünen Gallertklotz, der munter am Sumpfufer hin- und herwackelt und welcher von Rainer fälscherweise mit einem glibberigen Riesenfrosch verwechselt wird. Mit jedem Schritt den wir näher heranschreiten, wundern wir uns mehr über das merkwürdige Geschlacker, welches dieser Wackelpudding von sich gibt, weswegen wir schließlich leicht gereizt in die direkte Offensive übergehen. Wir kloppen ihn in seine Einzelteile und füllen unsere Taschen mit Schleimbällen auf, während Rainer uns von seinem Hang zum starken Alkohol erzählt. Um vom Thema Alkohol abzulenken, greife ich mir Rainer und lad ihn auf einen süßen Saft beim „Fruits & More"-Stand ein. Leicht entrüstet von der Abneigung, die der Ladenbesitzer Rainer gegenüber hegt, bestell ich statt dem geplanten Saft, zwei günstigere Colas, zwei deftige Wurzelsemmel und eine Pferdewurst und lehne beiläufig noch eine explizite Einladung des Standbesitzers ab. Die Wurzelsemmel und Pferdewurst übergebe ich selbstverständlich ohne zu zögern an den hilfsbedürftigen Rainer, der sich erst einmal kräftig den Magen vollstopft und dabei fast an seinen zu großen Bissen erstickt. Uns bleibt währenddessen die Luft im Halse stecken, als wir schließlich realisieren, dass wir uns auf unserem kleinen Abenteuer vollends verlaufen haben und nun schon wieder das nächtliche Firmament über unseren Köpfen baumelt. Behände errichten wir uns zum Übernachten ein kleines Steinhüttchen und lauschen dabei gemächlich den spannenden Geschichten, die Rainer für uns bereithält. Am nächsten Tag brechen wir in den frühen Morgenstunden wieder auf und schreiten durch die weite Pampa. Doch dann erscheint plötzlich eine goldig schimmernde Struktur am Horizont. Das ist doch wohl nicht etwa...
Episode 44: Rainers Alter Ego Jupp
Eine Pyramide! Vor uns liegt unsere allererste Pyramide, die uns bereits jetzt in ihren mystischen Bann gezogen hat und uns zu rufen scheint. Drum steuern wir uns zielstrebig in Richtung des altägyptischen Monumentalbaus und erforschen ihre Innenstruktur, als wir plötzlich seltsame Zuckungen an unserem obdachlosen Begleiter Rainer bemerken. Rainer verfällt in einen Zustand starker Keuchanfälle und scheint sich urplötzlich die Seele aus dem Leib würgen zu wollen. Dabei haben wir doch lediglich eine virtuelle Pyramide betreten. Wie aus dem Nichts spricht nach dem spontanen Ausklingen des Keuchanfalls eine komplett veränderte Stimme mit holländischem Akzent aus Rainer und will uns auftischen, dass Rainer nicht mehr Rainer, sondern auf einmal Jupp zu sein scheint. Versteht Ihr nicht? Ich auch nicht so wirklich. Rainer scheint nun nicht mehr Rainer, sondern Jupp zu sein. Aber warum? Wir schieben zunächst alle offenen Fragen von uns weg und lassen die primitiven Beleidigungen von Jupp über uns ergehen. Dabei plündern wir die reichen Schätze aus der verborgenen Grabkammer und verlassen anschließend den antiken Bau, während Jupp, bzw. Rainer, in einen erneuten Hustenanfall verfällt und nun doch wieder der alte Rainer zu sein scheint. Und der ist mir charakterlich gesehen weitaus lieber, als der leicht verrückte Holländer. Wir fragen den „echten" Rainer erst einmal über sein Alter Ego aus und versuchen beiläufig den Weg nach Hause zu finden. Dabei verrennen wir uns aber immer mehr und mehr in den Weiten Loonaterracottas. Langsam breiten sich in uns starke Zweifel aus, ob wir jemals wieder zurückfinden werden, als sich dann in einem erneuten Keuchkonzert von Rainer seine zweite Persönlichkeit Jupp abermals ankündigt. Der freche Holländer strapaziert uns umso mehr, je weiter wir vor uns her irren, allerdings bleibt uns nichts anderes übrig, uns ordentlich von ihm vollsülzen zu lassen. In der Nacht bauen wir uns einen kleinen Unterschlupf und lassen uns von Jupp ein wenig von sich preisgeben. Er sei angeblich Hafenarbeiter, dieser schlackerige ältere Mann mit dem verfilzten Bart! Schon klar, Jupp, red´ ruhig weiter. Mit dem nächsten Tag folgt auch schon der nächste Persönlichkeitswechsel und wir sprechen unvermittelt wieder mit dem trinksüchtigen Rainer. Gespannt wohin uns der Kompass führt, bahnen wir uns weiter durch das immergrüne Dickicht, bis wir endlich an dem Punkt stehen, wo uns der Kompass die ganze Zeit hingeführt hat. Doch vor Ort sehen wir nichts und auch eine Probebohrung erbringt uns kein befriedigendes Ergebnis, weswegen wir gesenkten Hauptes das Feld räumen und weiterziehen. Zumindest bis wir im Dschungel auf einen verborgenen Tempel - übrigens auch eine Premiere für uns - treffen und uns darin zunächst umschauen. Als wir jedoch im Begriff waren munter durch den Tempeleingang zu schreiten, nimmt erneut der innere Schweinehund Rainers - in diesem Fall Jupp - Reißaus und wir müssen uns erneut mit dem verrückten Holländer rumschlagen.
Episode 45: Vagabunden-Lifestyle
Mit dem verrückten Jupp im Schlepptau begeben wir uns wieder aus dem grün durchwucherten Aztekenbau fernab in die unheilvollen Tiefen eines dichten Urwalds. Wir bahnen uns einen Weg durch das feuchte Dschungelbiotop und versuchen dabei möglichst irgendwie wieder nach Hause zu finden. Jupp, der uns derweil anschnorrt und mit diversen Drohungen auf den Keks geht, zeugt einmal mehr davon, dass er tatsächlich eine verschrobene Abspaltung aus Rainers bunter Psyche zu seien scheint, indem er verschiedene Ausdünstungen neben uns ausströmt und uns dadurch auch geruchstechnisch ziemlich zu massakrieren versucht. Nach einer hinterlistigen Würgeattacke, fährt wieder der alte Rainer in den Körper des obdachlosen Landstreichers, welcher uns nun versucht uns die Augen zu öffnen: Fakt ist, wir haben uns ordentlich verlaufen und eine baldige Rückkehr zu unserem Zuckerhutdomizil ist nicht in Aussicht. Müssen auch wir uns nun zukünftig etwa Rainers Pfad anschließen und obdachlos durch Loonaterracotta wandeln? Wir stellen zumindest erst einmal keinen Pappkarton auf, sondern graben uns ein gemütliches Erdloch, um den Gefahren der Nacht zu entgehen. Am nächsten Tag folgen wir den Tricks von Rainer und versuchen zunächst, mangels anderer Menschen in dieser Welt, ein Huhn anzuschnorren, was sich jedoch als ziemlich dämlich herausstellt, denn mein schnorrender Axthieb hat dem Hühnchen keine Münze, sondern lediglich das Leben abgeluchst. Plötzlich wird ein erneuter Persönlichkeitswechsel eingeleitet und wir müssen uns wieder vom manischen Jupp triezen lassen. Jupp offenbart uns beiläufig seinen starken Hang zum Alkohol und zu seiner Nachbarin Claudia und verlangt von uns nun bereits einen stolzen Betrag von 100 Euro. Wir lehnen die dreiste Geldforderung ab, haben aber nicht damit gerechnet, dass Jupp urplötzlich eine prollige Handfeuerwaffe aus seiner Tasche befördert und wir ihm nun hilflos ausgesetzt sind. Nun stehen wir hier in der Fußgängerzone in der Gewalt einer gespaltenen Persönlichkeit im Körper eines Obdachlosen... Kann diese Aufnahme eigentlich noch verrückter werden? Wir stoßen auf eine weitere Wüste, die wir mit unserer letzten Kraft zu durchwaten beginnen. Nach ein paar Metern treffen wir auf eine weitere Pyramide! Ist dies etwa dieselbe wie zuvor oder etwa... eine Neue? Aus unserer tiefen Verzweiflung heraus, treffen wir schließlich den schwerwiegenden Entschluss uns in dem Wüstentempel einzurichten und leiten direkt ein paar kleine Umbauarbeiten ein, die uns unser zukünftiges Weiterleben zumindest ein wenig gemütlicher gestalten sollen.
Episode 46: Raptus des Gespaltenen
Pfui Spinne! Gleich zum Beginn der Episode geht es haarig zur Sache. Wir keulen erstmal eine Spinne mit kaltem Stahl nieder und geraten dann fasst in die Fänge eines Enderman in den Katakomben unter der Pyramide. Schnellstens nehmen wir die Beine in die Hände und hiefen uns aus der Höhle. Doch dann lauert uns der Enderman in der Pyramide auf und um noch einen rauf zu setzen, wechselt Rainer wieder zu Jupp, welcher abermals unter leichter Amnesie zu leiden scheint. Wir wehen und klagen, stoßen bei Jupp aber auf kein Mitleid, nur auf ein läppisches Angebot zum gemeinsamen Frühstück... Nein, Danke. Jedoch scheint Jupp von seinem Vorschlag angetan sein und will mich mit ein bisschen Überzeugungskraft, oder wohl eher mit seiner scharfen Handfeuerwaffe, doch zu seinen Vorhaben überreden. Unter dem Vorwand, das unsere Kehle leicht getrocknet ist, schauen wir noch einmal beim „Fruit´s & More"-Stand vorbei und bitten um einen süßen Mango-Lassi und einen spontanen Polizeiruf. Der nette Herr vom Saftladen scheint keine Ahnung von Rainers zweitem Gesicht gehabt zu haben, bietet uns aber schließlich seine Hilfe an, obwohl ich eine Gegenleistung seinerseits dezent ablehnen musste. Wir genießen unseren schaumigen Mangoshake und kehren in die Fänge von Jupp zurück, als dieser plötzlich durch das Aufwarten der Polizei seine Fassung zu verlieren droht. Ich konfrontiere Jupp mit der Wahrheit, dass er tatsächlich der obdachlose Rainer ist. Jupp geht in die Offensive, doch treibt ihn die ganze Aufregung in die umliegende Menschenmenge und auf die Straße. Dabei sorgt er nicht nur für ein ordentliches Hupkonzert, sondern auch für viel Verwirrung, indem er von irgendeiner Alieninvasion zu faseln beginnt. Der Typ ist in der Tat vollkommen wahnsinnig! Glücklicherweise retten ihn seine Freunde, die Aliens, nicht vor der Festnahme durch die Polizei, die ihn, bzw. Rainer, schließlich im Streifenwagen abführt. Unter bösen Drohungen und hallendem Martinshorn verschwindet Rainer und mit ihm sein Alter Ego Jupp von der Bildfläche. Beim verehrten Herr des Saftstandes, der sich uns als Alfons vorstellt, führen wir noch einen kurzen Dialog über Toleranz und danken für seine beherzte Hilfe. Als Gegenleistung begleite ich ihn zum Italiener, als es plötzlich ordentlich unter der Pyramide kracht. Da scheint wohl irgendein dämlicher Spießgeselle auf die explosive Trittplatte geschritten zu sein. Nach einer kurzen Reflexion unserer Leistung in dieser Aufnahmesession, verabschiede ich mich und folge Rainer zum Italiener. Bis zur nächsten Aufnahmerunde, die wohl noch verrückter werden wird.
Episode 47: Heimkehr unter Sternen
Wir starten dort, wo wir die letzte Aufnahme verzweifelt Unterschlupf ersucht haben. In einer antiken herrenlosen Pyramide, die wir mit ein paar Kniffen zu einer mehr oder minder gemütlichen Wohnbude umgemodelt haben. Was anders ist, als bei der letzten Aufnahme, ist die Tatsache, dass ich mich ein wenig schlau gemacht habe und mir den Weg nach Hause (d.h. zum von uns mühsam errichteten Zuckerhutdomizil) eingeprägt habe, und wir nun in der Lage sein sollten, gemütlich heimzukehren. Das „gemütlich" lässt sich in Frage stellen, denn wir haben einen harten Trip vor uns. Dafür stopfen wir uns unseren virtuellen Rucksack mit unserem Hab und Gut voll und brechen unverzüglich auf. Auch in der Realität bin ich gerade auf dem Heimweg, warte nun jedoch fröstelnd am Dortmunder Bahnhof auf meinen Anschlusszug, um irgendwann mal wieder in meine traute Heimat zu kommen. Doch der Zug macht mal wieder keine Anstalten hier aufzuwarten (Wie von der Deutschen Bahn auch nicht anders zu erwarten war) und das Warten wird langsam zu einer langweiligen Odyssee. Glücklicherweise habe ich mein Smartphone dabei, sodass ich mit Euch wenigstens virtuell nach Hause schreiten darf. Unter einem strahlenden Sternenfirmament schnippeln wir uns durch das feste Buschwerk des Dschungels, bis wir einen größeren See erreichen, in welchem wir spontan eine Runde schwimmen gehen und ein paar Tintenfische jagen. Wir folgen dem Wasserlauf und weil wir bekanntlich auch ein wenig „schwimmfaul" sind, errichten wir uns ein Boot und schippern über das (durch das aktualisierte Texturepack) wunderschöne blaue Wasser. Dabei erkennen wir, dass Minecraft bereits auf Version 1.4.4 upgegradet wurde, und dass stets allerlei üble Gestalten in der Dunkelheit nach meinem Leben trachten. Als unser Boot auf Grund läuft, schwimmen wir flink wie ein Fisch weiter und stoßen auf ein riesiges Wasserbassin, welches uns sehr entfernt an den Pazifik erinnert. Das ist uns doch ein bisschen zu viel Wasser, weswegen wir gleich wieder aus dem kühlen Nass steigen und an Land fast in die beutesuchenden Hände des Todes fallen. Doch urplötzlich steht Roberto Blancos Villa Copacabana in unserem Blickfeld. Beherzt rennen wir durch die Tür des spärlichen kleinen Strandhauses und versinken in Lutsch-andras warmen Bettchen. Endlich daheim! Wir erklimmen den lang ersehnten Zuckerhut und sind gerade im Begriff, uns den Magen mit alten Brotlaibern voll zu stopfen, als sich mir im realen Leben plötzlich eine rumsingende, bzw. wohl eher rumkreischende Person nähert. Was ist das denn schon wieder für ein komischer Typ, mit seinen langen zotteligen Haaren und seiner seltsamen Kutte? Der Fremde offenbart sich uns als riesiger Heavy-Metal-Fan, der den lieben langen Tag mit nichts anderem zu verbringen scheint, als sich seiner schrecklich lauten Musik hinzugeben, dabei Unmengen an Dosenbier zu konsumieren und allerlei Details über sein Privatleben auszuquasseln. Was mag dieser seltsame Kerl nur von mir wollen? Wenn ich nur jetzt schon gewusst hätte, was in den Minuten auf mich zukommen mag, wäre ich sicherlich an einem anderen Bahnhof umgestiegen.
Episode 48: Heavy-Metal-Maniac "Black Death"
Wir befinden uns stets in einem unaufhörlichen Strudel privater Selbstgespräche des Fremden vom Dortmunder Bahnhof und fühlen uns nichtsdestotrotz dazu gezwungen, unser Zuckerhutdomizil weiter auszubauen. Ab und an quält uns der langhaarige „Wilde" mit dem ohrenbetäubendem Krach aus seinen Kopfhörern, doch wir können seine Aufmerksamkeit kurzfristig auf mein Smartphone und somit auf Minecraft ziehen. Dann verfällt er jedoch wieder in Gespräche über Wacken und seine Lieblingsbands aus der Heavy-Metal-Szene, bis ein Creeper sich vor unseren Augen in seine Einzelteile zerlegt und mich in einem leichten Schockzustand versetzt. Der Fremde offenbart sich uns schließlich als Karl-Heinz, auch Kalle genannt, und verrät uns obendrein noch seinen Künstlernamen: „Black Death". Wir setzen die Grundpfeiler für unsere Angelhütte an der Peripherie eines kleinen Sees, dessen Fischbestand wir in Zukunft ein wenig strapazieren wollen. Kalle strapaziert währenddessen unsere Psyche, indem er uns mit seinen brüderlichen Grußgebärden ordentlich aus der Fassung bringt. Als dann noch im Spiel die Nacht über unseren Köpfen einbricht und wir von Zombies und Creepern gepiesackt werden, könnte es kaum noch schlechter laufen. Ausgenommen ein Creeper würde uns jetzt das Fundament unserer frisch errichteten Hütte zerlegen. Unser selbsterkorener „Onkel Kalle" unterbreitet uns dann noch den Plan den heutigen Abend an seiner Seite zu verbringen und mit ihm ein Heavy-Metal-Konzert in der Westfalenhalle zu besuchen, was uns allerdings ebenso wenig begeistert wie die Creeper vor unserer Angelhütte. Auftreten soll angeblich die Band „Dying Death from Hell" (ja, in der Tat ein selten dämlicher Bandname), die nach Kalle die beste Heavy-Metal-Band aller Zeiten sein soll. Als wir gerade im Begriff sind uns mit unserer „Ticketlosigkeit" herauszureden, zaubert Kalle urplötzlich zwei Tickets aus seiner Kuttentasche und schenkt uns eins davon, und zwar das von seiner Exfreundin... Muss uns das zu denken geben? Wir resignieren schließlich und lassen uns von „Black Death" zum Mitkommen überzeugen. Nach einer kurzen Instruktion seitens Kalle, wie wir uns bei einem Heavy-Metal-Konzert zu verhalten haben, legen wir noch kurz eine erderne Landzunge in unserem kleinen See an, und machen uns bereit, dem Heavy-Metal-Maniac zur Westfalenhalle zu begleiten... Das kann ja wirklich noch etwas werden.
Episode 49: Her mit dem Fernseher
Nun ist es entschlossen, wir werden ein Konzert von „Dying Death from Hell" in der Dortmunder Westfalenhalle besuchen. Dafür, dass wie unserem „neuen Freund" Kalle, aka „Black Death", Gefolgschaft leisten, bietet er uns Obdach für die kommende Nacht und ein ausgedientes Frühstück mit fettigen Pommes am Folgetag. Wir realisieren langsam, wie tief wir im Mist sitzen, und ergeben uns schließlich unserem Schicksal, allerdings nur unter der Bedingung, dass der gelernte Autoschlosser und gegenwärtige Hartz IV-Empfänger Kalle uns nicht mehr anfasst und mit seiner schrillen Stimme die Gehörgänge verstopft. Wir machen Kalle nun erst einmal mit unserem LP vertraut und lassen in ein, zwei Worte an Euch Zuschauer richten. Im Zuckerhutdomitzil angekommen, schlägt Kalle uns noch ein paar Verbesserungsvorschläge für unsere Inneneinrichtung vor, die allerdings keinen großen Wohnkomfort versprechen. Und so recht mag ein Poster der Band „Mega-Death" wohl nicht in unser Haus passen. Stattdessen wäre ein Fernseher doch eine relativ gute Anschaffung für unsere Hütte (man wird später noch erfahren wieso), weswegen wir direkt ein paar Glasscheiben aus den Fensterrahmen reißen. Aus schwarzer Wolle, Holz, Werkbänken und Stein zimmern wir uns relativ unkonventionell eine kleine Glotze in unser Wohn-/Schlafzimmer und legen uns anschließend erst einmal eine Runde aufs Ohr, während wir im realen Leben der Westfalenhalle immer näher kommen. Dabei verfällt Black Death immer wieder in seine Schwelgereien für die von ihm vergötterte Metal-Band „Dying Death from Hell" und verwickelt uns in diverse Gespräche über Musik. Meinen Hunger stillt Black Death mit einem gehaltvollen Schokoriegel und unsere Ohren weiß er stets mit seinen musikalischen Ausfällen zu malträtieren. Doch irgendetwas scheint uns der schwarzhaarige Kuttenträger in Bezug auf das bevorstehende Konzert zu verheimlichen. Nur was?
Episode 50: Dying Death from Hell
Jetzt trennen uns nur noch wenige hundert Meter von der Dortmunder Westfalenhalle und dem Auftritt von „Dying Death from Hell". Ob wir uns darauf freuen sollen oder nicht, ist uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht so ganz klar. Doch bevor wir letzten Endes an der Westfalenhalle ankommen, gilt es nun erst einmal noch spielintern ein paar landschaftliche Schönheitskorrekturen zu unternehmen, damit unsere zukünftigen Angelausflüge nicht von unschönen frei schwebenden Felsgebilden ruiniert werden. Bei den Abbauarbeiten erkundigen wir uns bei unserem neu gewonnenen Freund, dem Metal-Maniac Kalle, aka „Black Death", warum die meisten Metal-Bands in ihren Songs immerzu den Tod zelebrieren müssen. Warum nicht einfach mal Liebe und Frieden, statt Tod und Zerstörung? Zu uncool, oder was? Uncool ist zumindest, dass wir im realen Leben plötzlich an der Westfalenhalle angekommen sind und dort auf ein paar vereinzelte Langhaarträger treffen, die ihre Dosenbiere exen und ihrem geliebten Heavy-Metal huldigen. Kurz nach der Ankunft überrascht uns Black Death - im negativen Sinne - mit einem Ticket für einen Stehplatz in der ersten Reihe und verschwindet anschließend in einer Gruppe Gleichgesinnter, während wir uns in Minecraft in Vorbereitung auf das Konzert noch einmal aufs Ohr legen. Am kommenden Tag kümmern wir uns um das Überdach unserer kleinen Angelhütte und folgen parallel dazu „Black Death" ins Innere der bislang noch menschenleeren Dortmunder Westfalenhalle. Während uns „Black Death" ein paar Details zum Bandequipment darlegt, füllen sich allmählich die diversen Reihen der Westfalenhalle mit den abgedrehten Metalheads. Anschließend führt uns „Black Death" an den für uns extra angemieteten Stehplatz in der ersten Reihe und verschwindet kurz darauf seltsamerweise hinter der Bühne im Backstage-Bereich. Wir machen uns derweil an den Bau unserer persönlichen „Stage" in Form eines formschönen Angelstegs, der den Ausgangspunkt für unsere zukünftigen Angelausflüge markieren soll. Bis plötzlich kanonartige Rufe nach der Band „Dying Death from Hell" aus dem Publikum unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht und dann auch noch leise die ersten Gitarrenklänge durch die Halle schnellen. Überraschenderweise betritt wie aus dem Nichts unser Freund Kalle die Bühne und begrüßt die Fans von „Dying Death from Hell" in der Dortmunder Westfalenhalle... Das wird doch nicht etwa bedeuten, dass... Dying Death from Hell eine One-Man-Band von Kalle, bzw. „Black Death", ist? Doch genau das bedeutet es und schnurstracks beginnt Kalle nach seiner warmen Begrüßung in die stumpfen Saiten seiner verstimmten Gitarre zu hauen. Der pure Horror für ein jedes Menschenohr! Schon der erste Song mit dem kreativen Titel „Bang till Death" schafft es innerhalb weniger Sekunden einen lebhaften Eindruck von Kalles Gitarren- und Gesangs"un"fähigkeiten zu vermitteln. Mit blutenden Ohren versuchen wir den Steg zu vervollständigen und kämpfen dabei gegen die schädlichen Schallwellen, die uns von der Bühne attackieren. Doch auch bei dem nächsten Lied mit dem Titel „Death Riders from Hell" ist keine klangliche Besserung in Aussicht und so müssen wir erneut eine auditive Tracht Prügel über uns ergehen lassen. Als wir gerade dachten, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, eröffnet Kalle unverhofft das Moshpit und beschwört im selben Zug eine schwarze Traube schwitzender Metalheads, die uns einhüllt und quer durch die Gegend rempelt. Glücklicherweise findet aber auch dieser Song ein baldiges Ende, sodass sich die Menschentraube ums uns herum langsam wieder auflöst. Ich wusste gar nicht, dass Metal-Konzerte so anstrengend sein können!
Episode 51: Ein Metalhead lässt sich nichts sagen
Wir stecken immer noch inmitten des lärmenden Konzerts der One-Man-Band „Dying Death from Hell" in der Dortmunder Westfalenhalle und versuchen uns gleichzeitig am Dachbau unserer kleinen Angelhütte. Metalhead und Bandleader Kalle, aka „Black Death", der uns bisher bereits eine vielversprechende Kostprobe aus seinem neuen Album präsentiert hat, ist bereit seinen größten Fans noch eine Zugabe zu spendieren und zwar ein ganz besonderen Leckerbissen: Einen Song nach Wunsch! Ich ergreife wacker die Initiative und bitte, anlässlich unseres illustren Minecraft-Let´s Play´s, direkt auch um einen Minecraft-bezogenen Song, den Kalle heiter aus seiner verstimmten Klampfe rockt. Dabei beweist er uns sein minder gutes Improvisationstalent, als er uns mit wild aneinander gereihter Wortgrütze zu verblüffen versucht. Doch dabei scheint der selbst ernannte „Heavy-Metal-King" tatsächlich den Nerv seines Publikums getroffen zu haben, wie die jubelnden Zurufe nach Abschluss des „Minecraft-Creeper-Songs" belegen. Während Kalle schon aus den letzten Löchern pfeift, verlangt das Publikum nach mehr. Drum reden wir fleissig auf Kalle ein und überreden ihn nach einer kurzen Pause und einer spontanen Autogrammsession zu einer weiteren musikalischen Offenbarung seinerseits. Doch zuvor steigt in Kalle noch die Begeisterung für mein lautes Organ auf, welches in einem nächtlichen Präventivschlag durch einen Creeper seine volle Kraft entfesselt. Kalle ist davon überzeugt, dass ich die perfekte Wahl für einen neuen Leadsänger seiner Band „Dying Death from Hell" darstelle. Er verleiht mir spontan das Band-Pseudonym „Buffalo Bill" und stimmt seine Gitarre für die zweite Konzerthälfte. Bevor er schließlich die Bühne betritt, erzählt er noch einen Schwank aus seiner schweren Jugend und über seinen persönlichen Weg zu mehr Respekt als Metalhead.
Episode 52: Das fulminante Konzertfinale
Nur noch wenige Sekunden trennen uns von der atemberaubenden Zugabe der One-Man-Death-Metal-Band „Dying Death from Hell" unseres neu gewonnenen Freundes Kalle, aka „Black Death". Den Anfang macht der hektische „Tintenfisch-Kill-Song", mit welchem Kalle unsere Jagd auf Tintensäcke musikalisch untermalt und uns dabei ziemlich anspornt. Wir erjagen dergestalt ein paar Tintensäcke, die uns zukünftig zur Färbung von Wolle dienen werden. Den relativ kurz gehaltenen ersten Song der Zugabe lässt Kalle gekonnt ausklingen und sieht das Konzert damit als beendet an. Aber so schnell lassen wir den Metalhead nicht von der Bühne schreiten, wir erwarten ein bisschen mehr von einer ordentlichen Zugabe. Daher reden wir auf Kalle ein und überreden ihn sogar dazu ad hoc einen „Zuschauer-Song" mit dem sonderbaren, wie abstrakten Titel „The best Minecraft-World of Zuschauer" zu kreieren. Langsam und vorsichtig schlägt „Black Death" die Seiten seiner Klampfe an und konfrontiert uns allmählich mit seiner bizarren Eigenkreation für Euch treue Zuschauer. Sein Song entpuppt sich nach und nach als wahrer Lyrik-Bombast, der aus wahllos zusammengewürfelten Begriffen besteht und damit keinerlei Sinn zu vermitteln scheint. Allerdings sind wir das ja bereits von den vorigen Liedern gewohnt. Wir bleiben derweil lieber still und nutzen die Zeit, indem wir Getreide ernten und anschließend zu Brot verarbeiten. Auf dem Weg zur neu errichteten Angelhütte findet der finale Zuschauer-Song letztlich einen würdigen Abschluss, womit wir das Konzert von „Dying Death from Hell" offiziell als frisch gebackene Metalheads überlebt haben. Wir gratulieren Kalle für seinen gelungenen Auftritt und hoffen jetzt nur noch, dass wir in Bälde die Konzerthalle verlassen können. Wir sind ja schließlich gezwungen die heutige Nacht bei Kalle daheim zu verbringen, da der letzte Zug, der uns aus dieser verzwickten Lage hätte retten könnte, bereits über alle Berge ist. Es scheint noch eine schlaflose Nacht auf uns zu warten. Drum verabschieden wir uns in eine nächste Aufnahme, die hoffentlich zur Abwechslung mal ein bisschen ruhiger werden wird.
Episode 53: Träume sind Schäume
Mit einer musikalischen Darbietung unseres Tenors Christian begrüßen wir Euch Zuschauer zurück in der malerischen Idylle von Loonaterracotta, welche seit den letzten paar Folgen nun eine Angelhütte samt Angelsteg ihr Eigen nennen kann. Das alles und noch viel mehr haben wir vollbringen können, obwohl wir von dem Konzert von Kalles One-Man-Metal-Band „Dying Death from Hell" musikalisch in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wenn das nicht an ein Wunder grenzen mag! Deshalb machen wir uns frohen Mutes weiter ans Werk und lassen unser Treffen mit Kalle kurz Revue passieren, damit Co-Moderator Christian auch mal auf den neusten Stand kommt. Während wir erzählen, flicken wir ein paar Löcher auf dem Dach unseres Zuckerhutdomizils und gehen noch ein paar Bäume schlagen. Anschließend beginnen wir kurzerhand mit dem Abtragen des Erdhügels vor unserer Haustür, um an eben diesem Ort das Fundament für eine neue Konstruktion zu errichten. Und zwar ein kleines Gewächshaus (in Gedenken an Alfons, die nette Bedienung des „Fruits & More"-Standes). Doch dazu müssen noch einige Erdblöcke und Steine weichen, was ein bisschen Zeit beansprucht. Aber das Treffen mit Kalle, aka „Black Death" bietet genügend Gesprächsstoff, um den Abbauprozess relativ schnell über die Runden zu bringen. Kurz bevor wir den Baugrund abgeflacht und mit Erde bezogen haben, sprechen wir mit Christian das Thema „Träume" an. Christians seit seiner Kindheit lang gehegter Traum ist, wie wir bereits in Folge 3 erfahren durften, ein Besuch bei der „Braunschweiger Atomuhr". Wir machen ihm aber ganz schnell klar, dass die meisten Träume nur Schäume sind, und auch sein Besuch bei der Atomuhr wohl niemals realisiert werden wird. Wie kommen wir nur dazu, so kalt mit unserem Co-Moderator umzugehen? Liegt das an dem Besuch des Black-Metal-Konzerts? Hat es uns zu einem Deatch-Metal liebenden Schwarzmaler gemacht? Das passende Shirt tragen wir zumindest schon mal: und zwar das offizielle Band-Shirt von „Dying Death from Hell". Als Fundament für das Gewächshaus integrieren wir einen Holzrahmen in den Untergrund und bemerken schnell, dass wir noch einen kleinen Überhang anbinden müssen, um genug Fläche für das Bauvorhaben zu schaffen.
Episode 54: Obskure Insel-Träumerei
Der hölzerne Grundrahmen für das Gewächshaus ist nun im Boden versenkt, nun stellt sich uns die Frage, wie wir am besten das restliche Skelett bauen, in welches wir schließlich die Scheiben einsetzen. Auch aus Holz? Oder etwa aus Stein? Oder soll es komplett aus Glas bestehen? Wir wissen es noch nicht so recht und verlegen erst einmal den Kiesweg zum Zuckerhutdomizil weiter. Christian wirkt ein wenig abwesend, bis er plötzlich anfängt von einem seiner Träume zu erzählen. Wir müssen uns derweil gegen eine Heerschar an Monstern behaupten, die uns an die Wäsche wollen. Christians Traum begann auf einem prächtigen Schiff. Er war unterwegs auf hoher See und genoss die maritime Fauna, als plötzlich... CREEPER! Ein Creeper vor unserer Tür steht. Wir flüchten in die hinteren Räume unseres Domizils und locken den grünen Teufel von unserer Tür weg. Schnell schlüpfen wir nach draußen und rennen zum Fundament unseres Gewächshauses, welches wir zugleich ein wenig mit Glas auskleiden. Aber irgendwie mag uns das Gewächshaus bisher nicht so sehr begeistern. Währenddessen fährt Christian mit der Schilderung seines Traums fort, in welchem er aufgrund eines Missgeschicks von Bord des Schiffs ging und unverhofft in die Tiefen des Meeres plumpste. Mutterseelenallein unter den knallenden Strahlen der imaginären Sonne, befand er sich nun auf offener See. Bis er plötzlich eine mysteriöse Insel sah. Er nahm in seiner leichten Reisemontur direkten Kurs auf die Insel, auf welcher er nach der Ankunft zunächst eine leckere Kokosnuss verspeist und feststellt, dass die Insel unbewohnt zu seien scheint. Unbewohnt ist unser Zuckerhausdomizil allerdings nicht, weswegen es aller höchste Zeit wird, endlich eine Küche einzurichten. Dazu schmelzen wir ein paar Eisenbarren zusammen und versuchen uns am Bau eines „Kühlschranks". Parallel bahnt sich Christian einen Weg durchs Dickicht, bis er auf irgendwelche Stimmen stößt. Wie sich im Laufe von Christians Erzählung herausstellt, hat es sich dabei um Eingeborene gehandelt, die gemeinsam um ein Feuer tanzten. Wir verunstalten unseren „Kühlschrank", indem wir einen Hebel anbringen - da wir das Rezept für einen Schalter gerade nicht parat haben -, während in Christians Traum die Eingeborenen ihrem Feuergott zu huldigen scheinen. Nur wie wird sich Christian nur in einer derartigen Situation verhalten? Und was hat es nur mit diesem Traum auf sich?
Episode 55: Insomnia
...
Episode 56: Cast Away: Gestrandet im Traum
...
Episode 57: Bangen auf dem Baby-Berg
Na super! Wir stecken inmitten eines (Alp-)Traums irgendwo jenseits vom Horizont auf einer Insel, die im Begriff ist vollkommen zu versinken, fest und bekommen darüber hinaus noch die Aufgabe, irgendwelche Tempelanlagen einer uralten Kultur nach den Teilen einer mysteriösen Apparatur zu durchforsten. Und das alles nur um die imaginäre Insel vor dem Untergang zu bewahren?! Klingt relativ schlüssig, nicht wahr? Naja, wir fügen uns unserem unvorhergesehenem Schicksal und begeben uns direkt auf die ausgiebige Suche nach den verschollenen Einzelteilen der Apparatur, ohne überhaupt zu wissen, wie jene Teile auszusehen haben. Unsere Suche führt uns über die unbekannten Weiten der Insel an dubiosen Zeitportalen, sowie unbekannten Kulturpflanzen vorbei, direkt in die unmittelbare Reichweite eines imaginären Creepers und in die klebrigen Fasern eines ekligen Spinnennetzes. Das ist ja ein gruseliger Traum, den wir hier durchleben! Zudem beginnt langsam der Hunger an uns zu nagen, weswegen wir direkt mal ein paar Kühe mit unserer Schaufel schächten. Christian inspiriert dies direkt zur ausschweifenden Erläuterung seiner ersten unglücklichen Melkerfahrungen. Wir verstopfen derweil unsere Ohren und hauen ungehemmt auf einen Spinnenspawner, bzw. die Spinnenweben, die eben selbigen umhüllen, ein, müssen allerdings nach einer Weile resigniert von dannen ziehen. Wir brauchen jetzt endlich ein paar dieser dämlichen Apparaturfragmente! Wir entdecken schließlich einen vermutlichen Eingang in die uralten Strukturen, welcher sich jedoch als Sackgasse herausstellt. Enttäuscht ziehen wir ab und machen uns, nach einem kurzen Blick in die Matrix von Minecraft, bereit den größten Berg der Insel zu erklimmen. Auf einmal erklingen seltsame Babystimmen! Und sie scheinen dominanter zu werden, je höher wir den Berg hinaufsteigen. Was zur Hölle hat das zu bedeuten? Was zur Hölle hat es mit diesem Berg auf sich? Womöglich hat eine Bergsteigerfamilie ihr Baby auf dem Berg zurückgelassen. Wir versuchen derartige Vorstellungen zu ignorieren und machen uns nach einer Weile auf den Abstieg bereit. Christian scheint derweil einen Knallfrosch verschluckt zu haben und hustet fröhlich vor sich hin. Während wir einfach nicht mehr weiter wissen. Wie setzen unsere Suche dennoch fort, bis wir hinterrücks von einer Giftspinne niedergestreckt werden. Na klasse! Hoffentlich wachen wir wieder in der realen Welt auf! Aber nein, wir respawnen auf dem Wrack unseres Schiffes und sehen uns nun gezwungen, erneut zur Insel zu schwimmen. An Land registrieren wir, dass der Traum Christian anscheinend ziemlich zugetan hat. Er plagt über seinen Husten und seltsame Schulterschmerzen. Wir plagen parallel dazu über die Pfeile, die uns die Skelette von allen Seiten in die Brust feuern und flüchten schließlich in eine riesige Lavahöhle, in der uns zum zweiten Mal ein jähes Ende erwartet. Wird dieser furchtbare Traum bald ein Ende haben?
Episode 58: Ausweg ins Erwachen
Abermals finden wir uns auf dem alptraumhaften Wrack wieder und wissen nicht, wie wir diesem Traum entfliehen können. Wir sehen keine andere Lösung, als erneut zur versunkenen Insel zu schwimmen. Erneut an Land begeben wir uns auf die Jagd nach Frischfleisch und setzen unsere Suche nach den Fragmenten der Apparatur fort. Doch das Einzige, was wir finden sind eine Handvoll Pfeile und ein riesiger Schleimklops, der uns unvermittelt attackiert. Wir flüchten in eine Erdkuhle und schlagen die wabernde Götterspeise in tausend kleine Teile. In dem Erdloch entdecken wir eine Kiste mit allerlei Eisenbarren und Rüstungsteilen, die wir sogleich anlegen. In unserem verzauberten Eisenharnisch stoßen wir auf einen großen Steinobelisk und betreten unbewaffnet eine Höhle, die sich nach einer Weile als Teil der Ruinenanlage herausstellt. Doch wir sind nicht alleine im Untergrund. Neben zahlreichen Kreaturen, will uns nun anscheinend auch Michael Jackson an die Wäsche. Wir reißen uns frei und schwimmen durch die unterirdische Lagune, welche durch riesige Lavasäulen ausgeleuchtet wird. Im Herzen der Höhle betreten wir einen Raum, den wir wohl fälschlicherweise als Kern der Ruine identifizieren. Doch auch dieser Raum stellt sich kurzerhand als Sackgasse dar. Das heißt, wir müssen erneut umdrehen und einen anderen Weg finden. Doch auf dem Weg zurück, endet ein unbedachter Sprung fatalerweise direkt in einer kleinen Lava-Ader und somit in unserem schmerzvollen Ableben. Nach dem vermehrten Fehlschlag wollen wir nun schließlich nur noch diesem Alptraum entkommen. Wir lauen verwirrt über den Strand der versunkenen Insel direkt in die Arme mehrerer explosionsfreudiger Creeper. „Booooooooooom!", mit einem lauten Knall erwachen wir unvermittelt in unserem flauschig warmen Doppelbett in unserem Zuckerhutdomizil. Wir haben es geschafft, wir sind wieder zurück! Der Alptraum ist zu Ende. Doch was hat das Gewächshaus dort zu suchen?! War diese geballte Hässlichkeit etwa kein Teil des Alptraums?! Anscheinend nicht... Allerdings haben wir keine Zeit uns großartig über diesen Schandfleck zu ärgern, das verschieben wir lieber auf die nächste Aufnahme. Denn zunächst ist eine große Entschuldigung für unsere Niederlage auf der versunkenen Insel an Euch Zuschauer fällig. Christian übernimmt diesen höchst emotionellen Part und verliest eine eigens dafür kreierte Rede. In Tränen aufgelöst verlässt Christian unser kleines Aufnahmestudio und nun liegt es an mir diese Aufnahmesession allein zu einem Ende zu bringen. Zuvor verlegen wir allerdings noch ein paar Meter Kiesweg und versprechen eine Korrektur des misslungenen Gewächshauses in der kommenden Aufnahme. Doch nun müssen wir schnell Schluss machen, denn Christian benötigt dringend ein bisschen Seelenbrot. Also in diesem Sinne: „Vielen Dank für Euer treues Zuschauen und bis zur nächsten Aufnahme".
Episode 59: Zwangsbesuch in der Oper
...
Episode 60: Vendetta
Bald wird Cabanossi Camaro´s großes Opernstück „Vergeltung in D-Mol" über die Bühne gehen. Ob wir uns darauf freuen sollen oder nicht, ist allerdings stets zu bezweifeln. Nicht zu bezweifeln ist hingegen, dass wir ein schöneres Gebäude, als das potthässliche Ex-Gewächshaus, errichten müssen. Nonkomform und bedacht wie wir sind, entscheiden wir uns für einen asymmetrischen Baustil und hinterlassen im Fundament eine markante Einbuchtung. Um die Konstruktion allerdings erfolgreich fortsetzen zu können, brauchen wir noch einige Baustoffe, die es nun zu finden gilt. Nach einer gewissen Weile, die wir mit einigen sinnfreien Dialogen mit meinem seltsamen Sitznachbarn verbringen, finden wir das benötigte Eichenholz und packen uns die Taschen voll, bis die Nacht langsam über uns hereinzubrechen droht. Darüber hinaus droht parallel auch bald das Opernstück über uns hereinzubrechen, weswegen wir schleunigst nach Hause flüchten. In letzter Sekunde erreichen wir unsere Anglerhütte und legen uns darin schlafen, bevor wir am nächsten Morgen zu unserem Zuckerhutdomizil zurückkehren. Dann betritt Cabanossi Camaro die Bühne und stellt sich und sein Opernstückdem Publikum vor. Begleitet wird er dabei von einem überaus schrägen Geigenensemble. Nach der kurzen Vorstellung Camaro´s, tauchen wir auch schon direkt in die Prelude des Opernstücks, Vendetta, hinein. Der merkwürdige Gesangstext ist dabei genauso gewöhnungsbedürftig, wie die monotone Melodie, die aus den Lautsprechern im Saal ertönt. Wir lassen uns davon aber nicht allzu sehr ablenken und beginnen mit dem Bau der hölzernen Häuserfassade, welcher wir mit Birkenholzsäulen ein paar Akzente verpassen.
Back to Top